Verwendung von Cookies

Sofern Sie uns Ihre Einwilligung erteilen, verwenden wir Cookies zur Nutzung unseres Webanalyse-Tools Matomo Analytics. Durch einen Klick auf den Button „Webanalyse akzeptieren“ erteilen Sie uns Ihre Einwilligung dahingehend, dass wir zu Analysezwecken Cookies (kleine Textdateien mit einer Gültigkeitsdauer von maximal zwei Jahren) setzen und die sich ergebenden Daten verarbeiten dürfen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in unserer Datenschutzerklärung widerrufen. Hier finden Sie auch weitere Informationen.

Pressemitteilung zur Inflation

204/2026/35/M
Fürth, den 30. Juli 2026

Inflation in Bayern liegt im Juli 2026 bei 2,8 Prozent

Verbraucherpreisindex steigt um 0,6 Prozent im Vergleich zum Juni 2026

Fürth. Im Freistaat steigen die Verbraucherpreise im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent. Damit liegt die Inflationsrate im Juli 2026 über der Inflationsrate des Vormonats Juni (2,5 Prozent) und bleibt damit weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank. Nahrungsmittel kosten im Vorjahresvergleich 1,2 Prozent mehr. Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,1 Prozent.
Im Vergleich zum Vormonat Juni 2026 steigt der Verbraucherpreisindex im Juli 2026 um 0,6 Prozent. Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat um
0,7 Prozent teurer, die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen ebenfalls, und zwar um 3,2 Prozent. Die Preise für Kraftstoffe steigen im Juli 2026 im Vormonatsvergleich um 6,9 Prozent. Die von der Bundesregierung beschlossene Maßnahme zur Senkung der Energiesteuer für Kraftstoffe ist Ende Juni 2026 ausgelaufen

 - Öffnet große Ansicht

Inflationsrate im Juli
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, liegt im Juli 2026 bei 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2026 steigt der Verbraucherpreisindex um 0,6 Prozent.

Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,5 Prozent und liegt damit im Juli 2026 erneut unter der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat Juni 2026 steigt die Kerninflation um 0,4 Prozent.

Nahrungsmittel: Brot und Brötchen, Fleisch und Fleischwaren sowie Obst und auch Gemüse werden teurer. Kaffee wird hingegen günstiger
Im Vergleich zum Vormonat Juni 2026 steigen die Preise für Nahrungsmittel um
0,7 Prozent. Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Juli 2026 die Preise um 1,2 Prozent. Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+6,9 Prozent), Brot und Brötchen (+3,6 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+2,2 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer, auch Gemüse (+3,0 Prozent) und Obst (+1,6 Prozent) werden teurer. Die Preise für Kaffee und Ähnliches hingegen sinken im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent. Molkereiprodukte und Eier können um 2,4 Prozent günstiger bezogen werden. Wie schon in den Vormonaten sinken auch die Verbraucherpreise für Butter (-28,8 Prozent) sowie Olivenöl (-3,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr spürbar. Hier macht sich weiterhin ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahr zum Teil stark gestiegen waren.

Tanken wird im Juli wieder teurer
Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen im Vergleich zum Vormonat Juni 2026 um 3,2 Prozent. An der Zapfsäule wird es für die Verbraucherinnen und Verbraucher im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat um 6,9 Prozent teurer. Die von der Bundesregierung beschlossene Maßnahme zur Senkung der Energiesteuer für Kraftstoffe ist Ende Juni 2026 ausgelaufen. Die Preise für Leichtes Heizöl steigen um 1,9 Prozent. Auch Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (+0,6 Prozent), Erdgas (+0,4 Prozent) sowie Strom (+0,1 Prozent) werden gegenüber dem Vormonat teurer.

Im Vergleich zum Juli 2025 liegen die Preise für Energie im Juli 2026 um 7,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mit einem Plus von 26,4 Prozent steigt dabei vor allem der Preis für Leichtes Heizöl deutlich. Auch die Kraftstoffpreise sind im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat stark gestiegen (+21,3 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich teurer (+19,9 Prozent). Strom (-6,2 Prozent) und Erdgas (-4,1 Prozent) können dagegen günstiger bezogen werden.

Preise für Heizöl steigen seit 2020 am stärksten (+134,5 Prozent)
Insbesondere in der langfristigen Betrachtung wird deutlich, wie stark und vor allem wie unterschiedlich sich die Energiepreise entwickelt haben: Gegenüber den Durchschnittspreisen des Jahres 2020, dem Basisjahr der Verbraucherpreisstatistik, sind die Preise für Erdgas (+81,7 Prozent) sowie Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe (+61,8 Prozent) deutlich gestiegen. Die Preise für Kraftstoffe haben sich seit dem Basisjahr um 64,2 Prozent erhöht. Am stärksten sind die Preise für Leichtes Heizöl gestiegen (+134,5 Prozent). Für Strom hingegen liegt die Preissteigerung lediglich bei 13,4 Prozent. Insgesamt sind die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) seit dem Jahr 2020 um 50,5 Prozent gestiegen.

 - Öffnet große Ansicht

Wohnungsmieten – Preissteigerungen unter der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die tatsächlichen Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Juli 2026 um 2,0 Prozent. Die Preissteigerung in diesem
Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.

 - Öffnet große Ansicht

Hinweise:
Die Ergebnisse für Juli 2026 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 05. August 2026 finden Sie die endgültigen Landesergebnisse unter: https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise/index.html.

Methodische Hinweise:
Der Teilindex Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Unter Haushaltsenergie fallen u.a. Strom, Leichtes Heizöl sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe.

Die Tatsächliche Nettokaltmiete ist definiert als Miete ohne Nebenkosten und ohne unterstellte Mieten. Bei den Mieten werden in der Verbraucherpreisstatistik Neu- und Bestandsmieten repräsentativ erhoben.

Mehr Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht:
Verbraucherpreisindex für Bayern. Monatliche Indexwerte von Januar 2020 bis Juli 2026 mit Gliederung nach Haupt- und Sondergruppen“ (Bestellnummer: M1301C 2026 07).

Des Weiteren können die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex auch über die Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online: Statistik:  61111.

Preiserheber (m/w/d) für die Verbraucherpreisstatistik gesucht:
Das Bayerische Landesamt für Statistik ist die zentrale Behörde für die amtliche Statistik in Bayern. Zu den Aufgaben des Amtes gehören unter anderem die Erhebung und Aufbereitung von über 350 gesetzlich angeordneten Statistiken, darunter auch die Verbraucherpreisstatistik. Die Aufgabe eines Preiserhebers (m/w/d) ist die monatliche Erhebung von Preisen in ausgewählten Berichtsstellen in der entsprechenden Erhebungsgemeinde.

Bei Interesse finden Sie weitere Informationen unter: Bayerisches Landesamt für Statistik - Ausschreibung Preiserheber Verbraucherpreisstatistik