Pressemitteilung zu Franken im Durchschnitt
Fürth, den 2. Juli 2026
Die Franken im Durchschnitt
Was die amtliche Statistik über die Franken weiß
Wie alt sind die Franken im Schnitt, in welchem Alter gründen sie eine Familie, wie arbeiten und wohnen sie oder wie viel Geld haben sie zur Verfügung? Zum Tag der Franken am 5. Juli 2026 wertet das Bayerische Landesamt für Statistik Merkmale zur Durchschnittsbevölkerung aus den Regierungsbezirken Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken aus.
Fürth. Zum Tag der Franken am 5. Juli 2026 werten die Expertinnen und Experten des Bayerischen Landesamts für Statistik den durchschnittlichen Franken aus Sicht der amtlichen Statistik aus und nutzen dafür aktuelle Daten der Bevölkerungsfortschreibung, der Sterbefall- und Todesursachenstatistik, der Geburten- und Eheschließungsstatistik sowie des Mikrozensus.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, hat Bayern zum 31.12.2025 knapp 13,25 Millionen Einwohner. In den fränkischen Regierungsbezirken sind es insgesamt 4,2 Millionen. Mit 31 Prozent lebt danach etwa jeder dritte Einwohner Bayerns in den fränkischen Regierungsbezirken Ober-, Mittel- oder Unterfranken.
Die Franken sind durchschnittlich 45 Jahre alt
Nach der Bevölkerungsfortschreibung liegt der Altersdurchschnitt für ganz Bayern zum 31.12.2025 bei 44,4 Jahren. Die fränkische Bevölkerung ist im Durchschnitt 45,2 Jahre alt. Die Mittelfranken sind dabei mit 44,4 Jahren etwas jünger, die Unterfranken mit 45,5 Jahren und Oberfranken mit 46,1 Jahren etwas älter. Die Fränkinnen sind im Schnitt 46,5 Jahre alt und fast drei Jahre älter als die fränkischen Männer, die ein Durchschnittsalter von 43,8 Jahren haben.
Von den insgesamt knapp 4,2 Millionen Bewohnern in Franken sind 681 978 unter 18 Jahre alt
(16 Prozent), 2 506 188 fallen in die Altersgruppe 18 bis 64 Jahre (60 Prozent) und 973 638 sind 65 Jahre oder älter (23 Prozent).
Hochzeit in Franken: Frauen im Durchschnitt 2,5 Jahre jünger als Männer
Die Statistik der Eheschließungen zeigt, dass in Franken etwas früher geheiratet wird als der bayerische Durchschnitt. Während im Freistaat Frauen im Durchschnitt mit 32,5 Jahren und Männer mit 34,9 Jahren das erste Mal vor den Traualtar treten, liegt das Durchschnittsalter in Franken bei der ersten Eheschließung im Jahr 2025 bei 32,1 Jahren für Frauen und 34,6 Jahren für Männer. Im Durchschnitt sind fränkische Frauen demnach 2,5 Jahre jünger, wenn sie erstmals den Bund fürs Leben eingehen, als fränkische Männer.
Zwischen den fränkischen Regierungsbezirken gibt es bei den Frauen dabei im Alter kaum Unterschiede. Bei den Männern weichen die Werte etwas mehr ab. So lassen sich Männer in Mittelfranken mit im Durchschnitt 34,4 Jahren etwas früher trauen als in Oberfranken mit 34,8 Jahren und in Unterfranken mit 34,7 Jahren.
Die Geburtenstatistik zeigt für das Jahr 2025, dass fränkische Frauen das erste Kind im Durchschnitt mit 30,6 Jahren bekommen und damit etwas früher als der bayerische Durchschnitt (31,0 Jahre). Dabei sind Frauen in Oberfranken bei der Geburt des ersten Kindes mit durchschnittlich 30,3 Jahren etwas jünger als Frauen in Unterfranken (30,5 Jahre) oder Mittelfranken (30,7 Jahre).
Wie viele Kinder fränkische Frauen im Durchschnitt bekommen, sagt die zusammengefasste Geburtenziffer1), die in Franken im Jahr 2025 bei 1,31 Kindern je Frau liegt. Mit 1,29 Kindern pro Frau in Oberfranken, 1,32 Kindern pro Frau in Mittelfranken und 1,33 Kindern pro Frau in Unterfranken liegt die zusammengefasste Geburtenziffer in allen fränkischen Regierungsbezirken leicht unter dem bayerischen Durchschnitt, wonach eine Frau 1,34 Kinder kriegt.
Die Hälfte der fränkischen Bevölkerung lebt in Familien
Und wie leben die Franken? Auswertungen des Mikrozensus 2025 zur Haushaltsgröße ergeben, dass in vier von zehn fränkischen Haushalten (39 Prozent) nur eine Person lebt, 34 Prozent machen Zweipersonenhaushalte aus und 26 Prozent der Haushalte bestehen aus drei oder mehr Personen.
Betrachtet man die fränkische Bevölkerung, so lebt die Hälfte der Franken in Familien mit Kindern, fast ein Drittel in Paargemeinschaften ohne Kinder (29 Prozent) und ein Fünftel ist alleinstehend (21 Prozent), darunter sind 19 Prozent alleinlebend. Bei den Alleinlebenden zeigt sich in Franken wie auch in Bayern insgesamt, dass Männer häufiger in jungem und mittlerem Alter allein leben und Frauen hingegen im höheren Alter. Drei Viertel (76 Prozent) der fränkischen Alleinlebenden im Alter von 75 Jahren oder älter sind weiblich.
Auch ein Blick in die fränkischen Regierungsbezirke zeigt nur geringe Unterschiede.
In Mittelfranken ist der Anteil Alleinstehender mit 22 Prozent etwas höher gegenüber Unter- und Oberfranken mit je 20 Prozent. Hier leben Personen häufiger in Partnerschaften ohne Kinder (je 30 Prozent) als in Mittelfranken.
Insgesamt gibt es 2025 in Franken rund 600 000 Familien mit einem oder mehreren Kindern. In jeder zweiten fränkischen Familie lebt ein Kind, in 38 Prozent der Familien wachsen zwei Kinder auf und in zwölf Prozent der Familien gibt es drei oder mehr Kinder.
Die Franken haben am häufigsten eine Lehre abgeschlossen
Mehr als drei Viertel der Bewohner Frankens ab 15 Jahren (78 Prozent) verfügen im Jahr 2025 über einen beruflichen Bildungsabschluss. Davon haben 58 Prozent eine Lehre oder Berufsausbildung im dualen System abgeschlossen, 26 Prozent haben einen akademischen Abschluss und 16 Prozent absolvierten eine Fachschule oder eine Meister-/ Technikerausbildung.
Von den 2,2 Millionen fränkischen Erwerbstätigen sind mehr als vier von fünf Angestellte oder Arbeiter (84 Prozent). Sieben Prozent sind selbstständig, fünf Prozent im Beamtentum und drei Prozent befinden sich in Ausbildung. Diese Verteilung ist in allen fränkischen Regierungsbezirken ähnlich.
Genau wie in Bayern insgesamt sind Erwerbstätige in Franken am häufigsten im „Verarbeitenden Gewerbe“ beschäftigt (23 Prozent), gefolgt vom Bereich „Gesundheits- und Sozialwesen“ mit 14 Prozent, „Handel und Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ (13 Prozent) und der „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen, technischen oder sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (neun Prozent).
Im Jahr 2025 hat knapp ein Viertel (23 Prozent) der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause aus gearbeitet 2). Dabei liegt die Homeoffice-Quote in Mittelfranken mit 27 Prozent deutlich höher als in Oberfranken (21 Prozent) und Unterfranken (19 Prozent). In ganz Bayern arbeiten mit 30 Prozent die Erwerbstätigen aus Oberbayern am häufigsten von zu Hause.
Einkommen mit 2518 Euro in Unterfranken am höchsten
Den überwiegenden Lebensunterhalt finanziert knapp die Hälfte der Franken
(47 Prozent) durch die eigene Erwerbstätigkeit. 23 Prozent leben überwiegend von den Einkünften Angehöriger 3) und 22 Prozent von einer Rente oder Pension.
Und was hat der Franke im Monat finanziell zur Verfügung? Der Median des monatlichen Nettoäquivalenzeinkommens beträgt in Franken 2491 Euro. Das Nettoäquivalenzeinkommen gibt das Haushaltseinkommen unter Berücksichtigung der Anzahl der Haushaltsmitglieder und deren Alter wieder. Damit kann das Einkommensniveau von unterschiedlichen Haushaltskonstellationen vergleichbar gemacht werden.4) Das Nettoäquivalenzeinkommen ist in Mittelfranken mit 2466 Euro und Oberfranken mit 2473 Euro fast gleich, wohingegen es in Unterfranken etwas höher ausfällt (2518 Euro). Nur im Regierungsbezirk Oberbayern liegt das Medianäquivalenzeinkommen mit 2867 Euro über dem bayerischen Mittel von 2605 Euro.
Frankens Body-Mass-Index mit durchschnittlich 26,2 höher als in Bayern
Ein Blick in die Daten des Mikrozensus 2025 5) zeigt für die fränkische Bevölkerung einen Body-Mass-Index (BMI) von durchschnittlich 26,2. Dabei liegt der BMI der Franken leicht über dem für Bayern insgesamt (25,8). Der Body-Mass-Index ist ein international anerkanntes Maß für das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht. Die weibliche Bevölkerung Frankens weist mit 25,3 einen niedrigeren BMI auf als die fränkischen Männer (27,0). Die World Health Organization (WHO) stuft Personen mit einem BMI von 25,0 oder höher als übergewichtig ein. Die Angaben zu Körpergröße und Körpergewicht sind freiwillig und beruhen auf Selbstauskünften der Befragten.
Die Franken sind im Schnitt 1,72 Meter groß
Nach Ergebnissen des Mikrozensus ist die Durchschnittsfrau in Franken im Jahr 2025 1,65 Meter groß und 69 Kilogramm schwer. Sie ist damit 14 Zentimeter kleiner als der Durchschnittsfranke (1,79 Meter), der im Schnitt 86 Kilogramm wiegt.
Häufigste Todesursache sind Krankheiten des Kreislaufsystems
Laut Todesursachenstatistik für das Jahr 2024 sterben in Franken fast zwei Fünftel (37 Prozent) der Menschen an Krankheiten des Kreislaufsystems. Dazu zählen zum Beispiel Durchblutungsstörungen des Herzmuskels oder Gehirns sowie Bluthochdruckerkrankungen. Die zweithäufigste Todesursache sind bösartige Neubildungen (Krebs), woran ein Fünftel (22 Prozent) verstirbt.
Auch bayernweit sind dies die zwei häufigsten Todesursachen. Weitere häufige Todesursachen sind Krankheiten des Atmungssystems (Franken und Bayern: sieben Prozent) sowie psychische Störungen und Verhaltensstörungen (Franken: sechs Prozent, Bayern: sieben Prozent).
Hinweise:
1) Die zusammengefasste Geburtenziffer (Total Fertility Rate, TFR) gibt die durchschnittliche Kinderzahl an, die eine Frau im Laufe ihres Lebens hätte, wenn die Verhältnisse des betrachteten Jahres von ihrem 15. bis zu ihrem 49. Lebensjahr gelten würden.
2) Abhängig Beschäftigte (Angestellte und Beamte ohne Auszubildende) ab 15 Jahren, die zum Zeitpunkt der Befragung angaben, in den vergangenen vier Wochen mindestens einmal oder häufiger von zu Hause aus gearbeitet zu haben. (Datenquelle: Mikrozensus-Unterstichprobe Labour Force Survey – LFS).
3) Einschließlich Unterhaltszahlungen oder sonstige regelmäßige Zahlungen von Privathaushalten außerhalb des Haushalts.
4) Datenquelle: Mikrozensus-Unterstichprobe European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC) Endergebnis 2025; Einkommens-Referenzjahr ist das Vorjahr der Erhebung; Äquivalenzgewichtung nach der modifizierten OECD-Skala. Informationen zur Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens befinden sich hier: https://www.statistik.bayern.de/mam/statistik/gebiet_bevoelkerung/mikrozensus/experimentelle_statistik_einkommensindikatoren_2024erst-1.pdf
5) Datenquelle: Mikrozensus-Unterstichprobe Labour Force Survey – LFS
Die Bevölkerungsfortschreibung weist die Zahl und die Zusammensetzung der Bevölkerung (Geschlecht, Alter, Familienstand und Staatsangehörigkeit) sowie ihre Veränderungen nach. Die aktuellen Bevölkerungszahlen ergeben sich durch Fortschreibung der Ergebnisse der jeweiligen letzten Volkszählung (derzeit Zensus 2022) mit Angaben der Statistiken der Geburten und Sterbefälle sowie der Wanderungsstatistik. Ferner fließen Staatsangehörigkeitswechsel, sonstige Bestandskorrekturen und zum Nachweis des Familienstandes die Daten zu Eheschließungen, Ehescheidungen und Lebenspartnerschaften ein.
Die Statistik der Geburten liefert die Grunddaten über die Zahl der Geborenen nach demografischen Merkmalen sowie nach demografischen Merkmalen der Eltern. Sie bildet die Grundlage für die Berechnung von Geburtenziffern und die Beschreibung des Geburtenniveaus und unterstützt damit familien- und sozialpolitische Entscheidungen.
Die Statistik der Eheschließungen zeigt die Entwicklung der Eheschließungen in der Vergangenheit bis zum aktuellen Berichtsjahr. Sie liefert die demografischen Basisinformationen zum Eheschließungsverhalten und somit zu einem wesentlichen Aspekt der Lebensverhältnisse.
Die Todesursachenstatistik basiert auf den von Ärzten ausgestellten Todesbescheinigungen. Sie ermöglicht eine fundierte Todesursachenforschung und liefert wichtige Gesundheitsindikatoren wie todesursachenspezifische Sterbeziffern und verlorene Lebensjahre.
Beim Mikrozensus handelt es sich um die größte Haushaltsbefragung Deutschlands, die jedes Jahr bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführt wird. Der Mikrozensus liefert jährlich statistische Informationen in tiefer fachlicher und regionaler Gliederung über die Bevölkerungsstruktur, die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung und der Familien, Lebensgemeinschaften und Haushalte, die Erwerbstätigkeit, Arbeitssuche, Aus- und Weiterbildung, Wohnverhältnisse und Gesundheit.
Bei der Aufgliederung der Gesamtheit in Prozent kann die Summe der Einzelwerte wegen Rundens vom Wert 100 Prozent abweichen. Eine Abstimmung auf 100 Prozent erfolgt im Allgemeinen nicht.
