Pressemitteilung der Geburten und Sterbfälle
Fürth, den 16. Juni 2026
Geburtenrückgang in Bayern im Jahr 2025 um gut drei Prozent
Sterbefallzahl auf Vorjahresniveau, Sterbefallüberschuss auf höchstem Stand seit Ende des zweiten Weltkriegs
In Bayern wurden im Jahr 2025 insgesamt 110 564 Kinder lebend geboren. Weniger Geburten gab es zuletzt im Jahr 2013, als 109 562 Kinder auf die Welt kamen. Im Vergleich zum Jahr 2024 mit 114 365 lebend geborenen Babys, sinkt die Zahl in 2025 um 3 801 Geburten bzw. gut drei Prozent. Die Zahl der Verstorbenen ist mit 144 069 fast genauso hoch wie im vergangenem Jahr 2024 mit 144 061 Sterbefällen. In der Differenz verstarben im Jahr 2025 bayernweit insgesamt 33 505 Menschen mehr als geboren wurden, was der höchste Wert seit Ende des zweiten Weltkriegs ist.
Fürth. Wie das Expertenteam des Bayerischen Landesamts für Statistik mitteilt, kamen im Jahr 2025 in Bayern 110 564 Babys lebend zur Welt, davon waren 53 672 Mädchen und 56 892 Jungen. Das Geschlechterverhältnis bei Geburt liegt damit bei 100 weiblichen zu rund 106 männlichen Lebendgeborenen.
Nachdem die Geburtenzahlen im Freistaat in den Jahren 2011 bis 2021 kontinuierlich gestiegen sind (2011: 103 668 Lebendgeborene, 2021: 134 321 Lebendgeborene), ist seitdem ein Rückgang zu verzeichnen (2022: 124 897 Lebendgeborene, 2023: 116 505 Lebendgeborene,
2024: 114 365 Lebendgeborene). Auch im Jahr 2025 (110 564 Lebendgeborene) ist die Zahl der Geburten um 3 801 Lebendgeborene zurückgegangen, was einem Minus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2024 entspricht. Weniger Geburten gab es in Bayern zuletzt im Jahr 2013 als 109 562 Kinder auf die Welt kamen.
Geburtenstärkster Tag im Jahr 2025 liegt im September
Mit 403 Lebendgeborenen kamen die meisten Kinder in Bayern am Freitag, den 26. September 2025 auf die Welt. Der Monat September gehört mit insgesamt 9 888 Lebendgeborenen sowie mit im Durchschnitt 330 Kindern pro Tag zu den geburtenstärksten Monaten im Jahr 2025. Mit 10 319 hat nur der Juli 2025 mehr Geburten zu verzeichnen, was einer durchschnittlichen Geburtenzahl von 333 Kindern pro Tag entspricht. Im Jahr 2025 lag der Durchschnitt bei 303 Kinder pro Tag, wobei Geburten am Wochenende (Samstag und Sonntag: 255 Kinder pro Tag) seltener vorkommen als an anderen Wochentagen (Montag bis Freitag: 322 Kinder pro Tag).
Veränderungsraten in den Regierungsbezirken zwischen -2,3 und -5,3 Prozent
In allen sieben Regierungsbezirken in Bayern nehmen im Jahr 2025 die Geburtenzahlen ab.
Der geringste Rückgang ergibt sich für den Regierungsbezirk Oberbayern mit einem relativen Wert von -2,3 Prozent. Die Veränderungsraten in den sechs weiteren Regierungsbezirken liegen zwischen -2,8 Prozent in der Oberpfalz und -5,3 Prozent in Oberfranken.
Es gibt im Freistaat jedoch auch kreisfreie Städte und Landkreise mit steigenden Geburtenzahlen. Den höchsten Geburtenzuwachs verzeichnet 2025 der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Oberbayern) und der Landkreis Deggendorf (Niederbayern) mit 8,2 bzw. 7,5 Prozent.
Eine deutliche Zunahme registrieren unter anderem auch die kreisfreie Stadt Ansbach in Mittelfranken (7,2 Prozent), der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz (7,2 Prozent) und die kreisfreie Stadt Schweinfurt in Unterfranken (5,8 Prozent).
Vielerorts wird das Geburtenniveau aus dem Jahr 2024 trotzdem nicht erreicht. So nimmt die Geburtenzahl gegenüber dem Vorjahr in 73 kreisfreien Städten und Landkreisen Bayerns ab, davon in neun um mehr als zehn Prozent.
Anzahl Verstorbener im Jahr 2025 befindet sich auf dem Niveau des Vorjahrs
Die Zahl der Verstorbenen liegt im Freistaat im Jahr 2025 bei 144 069 Personen und befindet sich damit auf dem Niveau des Vorjahrs (144 061). Dabei verzeichnen drei Regierungsbezirke in Bayern im Jahr 2025 insgesamt niedrigere Sterbefallzahlen als im Vorjahr. Mit einer Abnahme um -2,7 Prozent fällt der Rückgang in Niederbayern am stärksten aus. In den Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben liegt er bei -0,7 bzw. -1,6 Prozent.
In den kreisfreien Städten Kempten (Allgäu) in Schwaben (-16,5 Prozent) und Straubing in Niederbayern (-9,6 Prozent) sowie Regensburg in der Oberpfalz (-8,3 Prozent) wird auf Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise der stärkste Sterbefallrückgang registriert.
Sterbefallüberschuss auf dem höchsten Stand seit Ende des zweiten Weltkriegs
Wie in den Vorjahren können in Bayern auch im Jahr 2025 die Bevölkerungsverluste durch Sterbefälle nicht über die Geburten ausgeglichen werden. Der Sterbefallüberschuss, der im Freistaat bereits seit dem Jahr 2001 durchgängig zu beobachten ist, fällt im Jahr 2025 mit 33 505 Personen etwas höher aus als im Vorjahr (29 696) und stellt den höchsten Stand seit Ende des zweiten Weltkriegs dar, als der Überschuss bei 37 184 mehr Gestorbenen als Lebendgeborenen lag.
Auch auf Regierungsbezirksebene fällt die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsentwicklung – Lebendgeborene abzüglich Gestorbene – negativ aus. In Bayern wird lediglich in der Landeshauptstadt München (+3 111), im Landkreis Freising (+133) sowie in den kreisfreien Städten Regensburg (+80) und Ingolstadt (+40) ein Geburtenüberschuss festgestellt.
Bevölkerung Bayerns inklusive Wanderungen leicht abnehmend
Insgesamt nimmt die Bevölkerungszahl in Bayern im Jahr 2025 um 3 425 Personen ab, da der positive Wanderungssaldo gegenüber dem restlichen Bundesgebiet sowie dem Ausland die Verluste in den natürlichen Bevölkerungsbewegungen nicht mehr kompensiert. Einzelheiten zu den Wanderungsbewegungen in Bayern werden in der ersten Juli-Woche unter
https://www.statistik.bayern.de/ veröffentlicht.
Hinweise:
Seit dem Berichtsjahr 2025 wird bei den Daten zu den natürlichen Bevölkerungsbewegungen und Wanderungen die Cell-Key-Methode zur statistischen Geheimhaltung eingesetzt. Informationen zur Cell-Key-Methode finden Sie hier:
https://www.statistikportal.de/de/cell-key-methode
Informationen zu amtlichen Statistikdaten hält die laufend aktualisierte Datenbank GENESIS-Online bereit für:
