Pressemitteilung zur Weinerzeugung
Fürth, den 12. Juni 2026
2025 war für die bayerischen Winzer wieder ein gutes Jahr
56,3 Prozent der Weinerzeugung sind Prädikatsweine
Im Jahr 2025 wurden von den bayerischen Winzern 380 771 Hektoliter Wein (einschließlich Traubenmost) erzeugt. Wie die aktuellen Auswertungen des Bayerischen Landesamts für Statistik zeigen, sind dies 22,6 Prozent oder 70 313 Hektoliter mehr als im Jahr 2024. Trotz der Trockenheit im Frühjahr, einiger Frostnächte im Mai und der regenreichen Weinlese im September liegt das Ergebnis um 3,4 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. Die im letzten Jahrzehnt oft übertroffene 400 000-Hektoliter-Marke wird im Jahr 2025 allerdings nicht wieder erreicht.
Qualitativ ist der 2025er ein guter Jahrgang, denn bei rund 56,3 Prozent oder 214 505 Hektoliter handelt es sich um Qualitätswein mit Prädikat. Bundesweit liegt der Anteil der Prädikatsweine mit 29,4 Prozent deutlich niedriger.
Fürth. Im Jahr 2025 haben die bayerischen Winzer gemäß den per EU-Verordnung vorgeschriebenen Meldungen zur Weinbaukartei 380 771 Hektoliter Wein und Traubenmost erzeugt. Nach den aktuellen Auswertungen des Bayerischen Landesamts für Statistik sind das 70 313 Hektoliter oder 22,6 Prozent mehr als im Jahr 2024, das allerdings mit 310 458 Hektolitern ein vergleichsweise niedriges Ergebnis einbrachte.
Die positive Bilanz zeigt sich trotz der herausfordernden Witterung mit wenig Niederschlag und viel Sonne, einem frühen Knospenaufbruch Mitte April und vereinzeltem Frost im Mai. Der regenreiche September ließ den Winzern wenig Zeit für die Weinlese. Dass die Herausforderungen (z.B. mittels Bewässerung) gemeistert werden konnten, zeigt sich am guten Ergebnis der Weinmosternte 2025, welche mit insgesamt 9 246 Hektolitern um fast ein Viertel über dem Wert 2024 liegt (+24,2 Prozent).
Weißwein dominiert die bayerische Weinerzeugung, Rotwein nimmt deutlich zu
81,7 Prozent der bayerischen Weinerzeugung 2025 entfallen mit 311 264 Hektolitern auf Weißwein und 18,3 Prozent auf Rotwein einschließlich Roséwein und Rotling (69 506 Hektoliter). Gegenüber 2024 erhöht sich damit die Erzeugung von Weißwein um 18,4 Prozent (2024: 262 898 Hektoliter) und von Rotwein um starke 46,1 Prozent (2024: 47 560 Hektoliter).
Weinqualität aus Bayern weit über dem gesamtdeutschen Durchschnitt
Vor allem hinsichtlich der Weinqualität wartet der Weinjahrgang 2025 in Bayern mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis auf. 56,3 Prozent (214 505 Hektoliter) der Gesamterzeugung sind Qualitätswein mit Prädikat (z.B. Kabinett, Spätlese, Auslese). Der Anteil der in Bayern erzeugten Prädikatsweine liegt damit auch im Jahr 2025 wieder deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 29,4 Prozent.
Merkliche Unterschiede hinsichtlich der Qualität zeigen sich dabei zwischen Weiß- und Rotwein. Während beim Weißwein gut 61,4 Prozent (191 224 Hektoliter) den Zusatz „mit Prädikat“ tragen dürfen, sind es bei den bayerischen Rotweinen mit 33,5 Prozent (23 281 Hektoliter) deutlich weniger. Neben dem Prädikatswein zählt auch der Qualitätswein zum Wein „mit geschützter Ursprungsbezeichnung“ („mit g.U.“). Der Qualitätswein macht beim 2025er Jahrgang 41,4 Prozent oder 157 768 Hektoliter der bayerischen Weinerzeugung aus, sodass schlussendlich im Jahr 2025 nur 2,2 Prozent (8 497 Hektoliter) der bayerischen Weinerzeugung unterhalb der Qualitätsstufe „mit g.U.“ verbleiben.
Anbaugebiet Franken nach wie vor am Größten
Gut 96,1 Prozent (366 013 Hektoliter) der bayerischen Weinerzeugung stammen aus dem Anbaugebiet Franken, lediglich 3,9 Prozent (14 758 Hektoliter) aus den übrigen Gebieten (bayerischer Teil des Anbaugebiets Württemberg, Landweingebiet Regensburg sowie Anbau außerhalb der Anbau- und Landweingebiete).
Höhepunkt der Weinerzeugung im Jahr 2018
Zwischen dem Jahr 2015 mit 403 516 Hektolitern und dem Jahr 2025 variiert die bayerische Weinerzeugung mitunter stark. Den Höhepunkt erreicht sie im Jahr 2018 mit 487 078 Hektolitern, während die geringste Menge im Jahr 2020 mit 263 064 Hektolitern erzeugt wird. Gegenüber der durchschnittlichen Erzeugung der Jahre 2020 bis 2024 (368 220 Hektoliter) kann im Jahr 2025 ein Plus von 3,4 Prozent verzeichnet werden. Die Ergebnisse der Jahre 2015 bis 2025 zeigen, dass die bayerische Weinerzeugung zumeist über 400 000 Hektoliter liegt. Niedrigere Ergebnisse zeigen sich neben dem Jahr 2025 auch 2019, 2020 und 2024.
Fast ein Zehntel des Prädikatsweins kommt 2025 aus Bayern
Zur deutschen Weinerzeugung des Jahres 2025 tragen die bayerischen Winzer 5,1 Prozent bei. Damit belegen sie hinter Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, deren Winzer zusammen mehr als 90 Prozent des deutschen Weins erzeugen, den dritten Platz. Fast doppelt so hoch ist mit 9,7 Prozent der Anteil Bayerns bei den Prädikatsweinen.
Hinweise:
Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht: „Weinwirtschaft in Bayern 2025“ (Bestellnummer: C25003C 202500).
