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Pressemitteilung

147/2026/21/A
Fürth, den 5. Juni 2026

Zensus 2022: Forschungsdatenzentren erweitern Datenangebot

Mikrodaten zu Bevölkerung, Wohnen und Haushalten aus dem Zensus 2022 jetzt für die Wissenschaft verfügbar

147 2026 21 Z Zensus LogoMit dem Zensus wird ermittelt, wie die Menschen leben, wohnen und arbeiten. Die Ergebnisse aus der Erhebung zum Stichtag 15. Mai 2022 sind ab sofort für neue Forschungsvorhaben verfügbar. Damit erweitern die Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ihr Datenangebot und ermöglichen der Wissenschaft den Zugang zu Mikrodaten des Zensus 2022.

Fürth. Die Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bauen ihr Datenangebot weiter aus. Ab sofort können die Mikrodaten des Zensus 2022 von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Umsetzung ihrer Forschungsvorhaben genutzt werden. Das größte Projekt der amtlichen Statistik liefert eine einzigartige Datengrundlage für zahlreiche Fachbereiche von Sozial- und Wirtschaftswissenschaften über Stadt- und Regionalforschung bis hin zu interdisziplinären Analysen.

Die Mikrodaten enthalten flächendeckende Angaben zur soziodemografischen Zusammensetzung der Bevölkerung, zur Struktur von Haushalten und Familien und zum Gebäude- und Wohnungsbestand für ganz Deutschland. Erstmals wurde bei diesem Zensus die Nettokaltmiete und die Heizungsart erfasst, was neue Forschungspotenziale auf eine amtliche Datenbasis stellt.

Der Datenbestand umfasst die Mikrodaten von 83 Mio. Personen, 40 Mio. Haushalten und 20 Mio. Gebäuden. Sie sind untereinander verknüpfbar und können kleinräumig bis zur Ebene von 100-Meter-Gitterzellen ausgewertet werden. Für rund 11 Mio. Personen stehen über die Haushaltsstichprobe detaillierte Daten etwa zu Bildungsstand und Erwerbsbeteiligung zur Verfügung. Diese sind bis zur Gemeindeebene darstellbar. Direkte Identifikatoren sind in dem Datensatz nicht enthalten. Durch die Anwendung wissenschaftlich fundierter Geheimhaltungsverfahren sind bei den Auswertungsergebnissen keine Rückschlüsse auf einzelne Personen und individuelle Lebensverhältnisse möglich.

In dieser einzigartigen Kombination aus Umfang und regionaler Tiefe hebt sich der Zensus 2022 deutlich von anderen Statistiken ab.

Die neuen Datenprodukte sind ideal auf unterschiedliche Forschungsschwerpunkte zugeschnitten und tragen der Größe und Komplexität des Datenmaterials Rechnung. Sie können am Gastwissenschaftsarbeitsplatz oder über die kontrollierte Datenfernverarbeitung genutzt werden. Das Bayerische Landesamt für Statistik verfügt über einen solchen Arbeitsplatz in Fürth und mehrere Plätze in München am ifo-Institut und in der Sankt-Martin-Straße.

Seit der Gründung im Jahr 2002 ermöglichen die Forschungsdatenzentren über ihre Infrastruktur den Zugang zu Mikrodaten der amtlichen Statistik für wissenschaftliche Zwecke. Sie entwickeln ihr Datenangebot dabei kontinuierlich weiter und beraten die Wissenschaft mit ihrer fachlichen Expertise. Aktuell befinden sich mehr als 100 Statistiken aus verschiedenen Themenfeldern in ihrem Portfolio.

Interessierte finden alle Informationen rund um den Zensus 2022 unter diesem Link auf der Webseite der Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Im Vorfeld der Datennutzung wird eine ausführliche Beratung durch das Forschungsdatenzentrum des Bayerischen Landesamts für Statistik empfohlen, welches über erreichbar ist.

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