Pressemitteilung

082/2026/32/P
Fürth, den 30. März 2026

Bayerns Wirtschaftsleistung mit leichtem Plus im Jahr 2025

Preisbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent

Nach dem Rückgang der bayerischen Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 zeigen erste Ergebnisse für das Jahr 2025 wieder eine positive Entwicklung. Wie vorläufige Berechnungen zeigen, wächst das Bruttoinlandsprodukt nominal um 3,5 Prozent und preisbereinigt um 0,5 Prozent. Ausschlaggebend ist vor allem das Wachstum der Bruttowertschöpfung im Dienstleistungsbereich. Preisbereinigt bleibt hier bei den Dienstleistungen ein Wachstum von 0,9 Prozent, das Verarbeitende Gewerbe in Bayern schrumpft weiterhin mit einem Minus von 0,4 Prozent.

Fürth. Die bayerische Wirtschaftsleistung hat sich nach vorläufigen Ergebnissen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ im vergangenen Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. In jeweiligen Preisen ist das Bruttoinlandsprodukt um 3,5 Prozent auf 824,2 Mrd. Euro gewachsen. Preisbereinigt ergibt sich ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent.

Bundesweit zeigt sich ebenfalls ein leichtes Wirtschaftswachstum mit preisbereinigt einem Plus von 0,2 Prozent. Damit wächst das Bruttoinlandsprodukt in Bayern sogar stärker als im bundesweiten Durchschnitt.

Bayerns Wirtschaft im langfristigen Verlauf seit 2019
Im Zeitverlauf zeigt sich, dass sich die Wirtschaft im Freistaat in einer länger andauernden Schwächephase befindet: Vergleicht man die reale Wirtschaftsleistung des Jahres 2025 mit derjenigen im letzten Vor-Corona-Jahr 2019, ergibt sich ein reales Wachstum von nur
1,6 Prozent innerhalb von sieben Jahren.

Dienstleistungssektor wächst, Verarbeitendes Gewerbe schrumpft
Der Experte des Landesamts, Herr Dr. Jörg Welker, weist darauf hin, dass die positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr insbesondere durch anhaltendes Wachstum im Dienstleistungssektor zustande kommt. So ist die Bruttowertschöpfung im Dienstleistungsbereich im Jahr 2025 preisbereinigt um 0,9 Prozent gewachsen. Getragen wird dieses Wachstum vor allem von den positiven Entwicklungen in den Bereichen „Handel, Verkehr, Gastgewerbe; Information und Kommunikation“ sowie „öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“.

Im Verarbeitenden Gewerbe hingegen, das in der bayerischen Gesamtwirtschaft traditionell eine wichtige Rolle spielt, nimmt die Bruttowertschöpfung auch im Jahr 2025 erneut ab. Preisbereinigt ergibt sich ein Minus von 0,4 Prozent.

Preisbereinigter Rückgang um 1,3 Prozent für das Jahr 2024
Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Vorjahr werden turnusgemäß auf
Basis einer verbesserten Datengrundlage auch revidierte Ergebnisse für das Vorvorjahr bereitgestellt. Demnach ist das bayerische Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024
nominal zwar um 1,8 Prozent gestiegen preisbereinigt ergibt sich jedoch ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent.

Hinweise:
Erste vorläufige Berechnungen – Aussagen unter Vorbehalt
Bei den hier für das Jahr 2025 vorgelegten Länderergebnissen handelt es sich um eine erste, vorläufige Berechnung des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass die den Berechnungen zugrunde liegende Datenbasis drei Monate nach dem Ende des Berichtszeitraums noch mit Unsicherheiten behaftet ist, sodass zu späteren Rechenständen Änderungen an den Wachstumsraten und auch in der Reihenfolge der Bundesländer möglich sind. Ein Ranking der Bundesländer ist zu diesem Rechenstand daher stets unter Vorbehalt zu betrachten.

Auch bei den für das Jahr 2024 vorgelegten, revidierten Länderergebnissen handelt es sich um eine vorläufige Berechnung des AK VGRdL. Während die Datenbasis über ein Jahr nach dem Ende des Berichtszeitraums zwar robuster ist als für die Berechnung für das Jahr 2025, können sich auch hier zu späteren Rechenständen noch Änderungen an den Wachstumsraten und in der Reihenfolge der Bundesländer ergeben.

Definition Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung
Das Bruttoinlandsprodukt umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen. Es entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen. Die Bruttowertschöpfung, die zu Herstellungspreisen bewertet wird, ergibt sich für jeden Wirtschaftsbereich aus dem Bruttoproduktionswert zu Herstellungspreisen abzüglich der Vorleistungen zu Anschaffungspreisen.

Weitere Informationen zu den Volkwirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder
Weitere Informationen und Ergebnisse zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder erhalten Sie auf der Homepage des AK VGRdL unter https://www.statistikportal.de/de/vgrdl.