Pressemitteilung zu Arbeitsvolumen

079/2026/32/P
Fürth, den 26. März 2026

Arbeitsvolumen in Bayern im Jahr 2025 leicht rückläufig

Steigende Teilzeitquote beeinflusst durchschnittliche Pro-Kopf-Arbeitszeit

Wie die Expertinnen und Experten vom Bayerischen Landesamt für Statistik mitteilen, werden im Jahr 2025 insgesamt 10,4 Mrd. Arbeitsstunden geleistet. Das sind 0,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang zeigt sich sowohl im Produzierenden Gewerbe als auch in einzelnen Bereichen des Dienstleistungssektors. Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit pro Kopf hat sich in 2025 ebenfalls auf nun 1 324 Stunden weiter verringert. 15 Jahre zuvor wurden im Durchschnitt noch über 100 Stunden mehr gearbeitet.

Fürth. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, ist das Arbeitsvolumen in Bayern nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ im Jahr 2025 leicht gesunken. Das Arbeitsvolumen, das die von allen Erwerbstätigen in einem Jahr geleisteten Arbeitsstunden umfasst, beläuft sich im Jahr 2025 auf insgesamt 10,4 Mrd. Arbeitsstunden. Das sind 0,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang in Bayern fällt damit etwas höher aus als in Deutschland insgesamt (-0,2 Prozent).

Während im Produzierenden Gewerbe erneut zu beobachten ist, dass sich das Arbeitsvolumen rückläufig entwickelt, zeigt sich im Dienstleistungssektor ein gemischtes Bild: Bei den „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (+2,2 Prozent) und im Bereich „Öffentliche Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit“ (+1,4 Prozent) steigen die geleisteten Arbeitsstunden auch 2025 weiter an, wohingegen sie im Bereich „Handel, Verkehr und Gastgewerbe“ um gut ein Prozent sinken.

Im Durchschnitt arbeitet 2025 jede erwerbstätige Person in Bayern 1 324 Stunden. Insbesondere aufgrund der weiter steigenden Teilzeitquote nimmt die durchschnittliche Pro-Kopf-Arbeitszeit bereits seit einigen Jahren kontinuierlich ab. So wurden im Jahr 2010 im Durchschnitt noch 1 428 Arbeitsstunden geleistet und damit über 100 Stunden mehr als aktuell. Relativ deutlich zugenommen hatte die Pro-Kopf-Arbeitszeit im Jahr 2021 nach dem starken Einbruch im Corona-Jahr 2020. Allerdings wurde hier mit 1 344 Arbeitsstunden pro Kopf im Jahr 2021 das Niveau von vor den Corona-Jahren nicht wieder erreicht.

Hinweise:
Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

Das Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder als Selbständige und mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Nicht zum Arbeitsvolumen gehören hingegen die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise Jahresurlaub, Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben die nicht bezahlten Pausen sowie die Zeit für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Das Arbeitsvolumen umfasst somit die Gesamtzahl der während des Berichtszeitraums am jeweiligen Arbeitsort von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Selbständigen innerhalb einer Region tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Es berücksichtigt weder Intensität noch Qualität der geleisteten Arbeit. Das Arbeitsvolumen ergibt sich als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen. Die hier vorgelegten Daten beruhen auf der vorläufigen Berechnung des Arbeitsvolumens 2025 des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ (AK ETR). Weitere Ergebnisse zum Arbeitsvolumen können auf der Homepage des AK ETR.

Säulendiagramm zur Entwicklung des Arbeitsvolumens nach Wirtschaftszweigen im Vergleich zu 2024