Pressemitteilung

045/2026/33/C
Fürth, den 25. Februar 2026

Weniger Rinder und Milchkühe in fast allen Regierungsbezirken in Bayern im Jahr 2025

Einzig in Oberbayern steigen die Bestände leicht

Ergänzend zu den bayernweiten Ergebnissen der Rinderbestandserhebung veröffentlicht das Fachteam des Bayerischen Landesamts für Statistik Auswertungen auf regionaler Ebene. Danach werden zum Stichtag 3. November 2025 in Bayern 37 434 Rinderhaltungen mit einem Rinderbestand von insgesamt 2 713 070 Tieren gezählt. Die Zahl der Bestände an Rindern und an Milchkühen geht in fast allen Regierungsbezirken zurück. Durchschnittlich verfügen Milchkuhhalter in Bayern über 48 Tiere. Die im Durchschnitt größten Bestände an Milchkühen gibt es in Mittelfranken mit 59 Kühen, die kleinsten mit 43 Tieren in Oberbayern.

Fürth. Zum Stichtag 3. November 2025 weist das Fachteam des Bayerischen Landesamts
für Statistik durch eine Auswertung des Verwaltungsverfahrens „Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier (HIT)“ 2 713 070 Rinder in 37 434 Haltungen nach. 2024 wurden noch
2 733 203 Tiere in 38 092 Rinderhaltungen gezählt. Ergänzend zur bayernweiten Auswertung veröffentlichen die Statistiker regionale Zahlen.

Unter den Regierungsbezirken hat Oberbayern mit 824 854 Tieren den größten Rinderbestand, es folgt Schwaben mit 592 038 Rindern. Im Vergleich zum Vorjahr ent-spricht das einer Zunahme von 0,2 Prozent in Oberbayern und einem Rückgang von 0,8 Prozent in Schwaben. Die Regierungsbezirke Niederbayern und die Oberpfalz liegen mit 391 283 (-1,1 Prozent) bzw.
372 584 Tieren (-1,3 Prozent) nicht weit auseinander. Weniger Rinder gibt es in Mittelfranken mit 248 344 (-1,5 Prozent) und in Oberfranken mit 188 738 (-1,4 Prozent). Unterfranken weist mit 
95 229 Tieren (-1,2 Prozent) den niedrigsten Rinderbestand der Regierungsbezirke auf.

Vier Landkreise weiterhin mit Rinderbeständen über 100 000 Tiere
In vier bayerischen Landkreisen werden mehr als 100 000 Rinder gehalten.
Die Spanne reicht von 126 444 Tieren im Ostallgäu über 124 894 Tiere in Rosenheim,
118 277 Tiere im Unterallgäu bis hin zu 100 380 Rindern in Traunstein.

3,5 Prozent Rückgang bei Milchkuhhaltungen in Bayern – Unterfranken und Mittelfranken mit größten Abnahmen
Milchkühe stellen mit 1 030 887 Tieren einen Anteil von 38,0 Prozent am gesamten Rinderbestand Bayerns dar. Der Milchkuhbestand geht zum Vorjahr um 0,5 Prozent (-5 199 Tiere) und die Haltungen um 3,5 Prozent (-779 Haltungen auf 21 676) zurück.

Die Zahl der Milchkuhhaltungen ist in allen bayerischen Regierungsbezirken gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Der größte prozentuale Rückgang zeigt sich hierbei in Unterfranken und Mittelfranken mit einem Minus von 6,4 Prozent auf 424 bzw. mit einem Minus von 4,9 Prozent
auf 1 526 Haltungen. Es folgen Niederbayern mit -4,6 Prozent auf 2 829 Haltungen und die Oberpfalz wie auch Oberfranken mit jeweils -4,0 Prozent auf 2 943 Haltungen bzw. 
1 338 Haltungen. Den vergleichsweisen geringsten relativen Rückgang weist mit einem
Minus von 2,6 Prozent der Bezirk Oberbayern (7 584 Haltungen) auf.

Die meisten Milchkühe finden sich in den Landkreisen Ostallgäu, Rosenheim und Unterallgäu
Der Kreis Ostallgäu hat mit 61 535 den höchsten Milchkuhbestand auf Kreisebene.
Dahinter folgen die Kreise Rosenheim mit 59 483 Milchkühen und der Landkreis Unterallgäu mit
57 132 Milchkühen.

Gleichzeitig steigt binnen eines Jahres die durchschnittliche Größe einer Milchkuhhaltung von
46 auf 48 Tiere. Die größten durchschnittlichen Bestände gibt es in Mittelfranken mit 59 Milchkühen sowie in Unterfranken mit 57 Milchkühen und Oberfranken mit 56 Milchkühen.
Die im Durchschnitt kleinsten Milchkuhbestände gibt es in Oberbayern mit 43 Tieren.

Hinweise:
Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der (voraussichtlich) in KW 14 erscheint:„Viehbestände in Bayern 2025. Viehzählung im November“ (Bestellnummer: C3132C 202500)