Pressemitteilung

025/2026/35/M
Fürth, den 30. Januar 2026

Inflation in Bayern liegt im Januar 2026 bei 2,1 Prozent

Verbraucherpreise bleiben erneut unverändert gegenüber dem Vormonat Dezember 2025

Fürth. Im Freistaat steigen die Verbraucherpreise im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 Prozent. Dabei kosten Nahrungsmittel 2,5 Prozent mehr. Energie kann im Vergleich zum Vorjahr hingegen um 2,2 Prozent günstiger bezogen werden.
Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 bleibt der Verbraucherpreisindex im Januar 2026 erneut unverändert. Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Prozent teurer. Die Preise für Heizöl steigen um 0,6 Prozent. Für Kraftstoffe müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher im Januar 2026 im Vergleich zum Vormonat ebenfalls deutlich mehr bezahlen (+5,4 Prozent). Der Preis für Strom hingegen sinkt spürbar gegenüber dem Dezember 2025 (-3,6 Prozent).

Inflationsrate im Januar
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, liegt im Januar 2026 bei 2,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 bleibt der Verbraucherpreisindex erneut unverändert.

Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,6 Prozent und liegt damit weiterhin über der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 sinkt die Kerninflation um 0,2 Prozent.

Preissteigerung in der Gastronomie auch nach Mehrwertsteuersenkung
Zum Januar 2026 gab es Neuerungen, die die Preisentwicklung von ausgewählten Gütern im Warenkorb des Verbraucherpreisindex mit beeinflusst haben. So wurde im neu-en Jahr der Mehrwertsteuersatz auf Speisen in der Gastronomie gesenkt. Die Preise für Restaurants, Cafés, Straßenverkäufe und Ähnliches sind im Vergleich zum Vormonat allerdings um 0,5 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Januar 2025 sogar um 3,9 Prozent. Auch Versicherungsdienstleistungen für die Gesundheit, wie z. B. eine private Krankenversicherung, sind im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 um 4,2 Prozent teurer geworden, im Vorjahresvergleich um 4,4 Prozent. Kombinierte Personenbeförderungsdienstleistungen, wie z.B. das Deutschlandticket oder andere Tickets in Verkehrsverbünden, sind im Vergleich zum Dezember 2025 deutlich um 4,8 Prozent gestiegen; gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent.

Nahrungsmittel: Hohe Preissteigerungen bei Fleisch und Fleischwaren; Butter, Quark, Speisefette und Speiseöle sowie Olivenöl werden deutlich günstiger
Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Januar 2026 die Preise für Nahrungsmittel um 2,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 steigen die Preise um 1,0 Prozent. Obst (+7,7 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+5,3 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer. Die Verbraucherpreise für Butter (-29,1 Prozent), Quark (-23,2 Prozent), Speisefette und Speiseöle
(-17,1 Prozent) und Olivenöl (-12,3 Prozent) sinken dagegen spürbar gegenüber dem Vorjahr. Hier macht sich ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahresmonat zum Teil stark gestiegen waren.

Heizöl, Strom und Erdgas im Vorjahresvergleich billiger; Tanken wird teurer
Die Preise für Energie liegen im Januar 2026 um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Strom (-4,9 Prozent) und Erdgas (-3,5 Prozent) können im Vorjahresvergleich deutlich günstiger bezogen werden. Der Preis für Heizöl sinkt ebenfalls spürbar um
10,8 Prozent gegenüber Januar 2025. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden dagegen deutlich teurer (+16,8 Prozent). Der Preis für Kraftstoffe ist im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat leicht gestiegen (+0,4 Prozent). Die gestiegene CO2-Steuer dürfte hier einer der Preistreiber sein.

Tanken wird im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 mit einem Plus von
5,4 Prozent deutlich teurer. Die Preise für Heizöl steigen um 0,6 Prozent. Preissenkungen im Vergleich zum Vormonat ergeben sich bei Erdgas (-3,6 Prozent) und Strom
(-3,6 Prozent). Die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe steigen im Vergleich zum Dezember 2025 um 3,0 Prozent.

Wohnungsmieten – Preissteigerungen über der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Januar 2026 um 2,3 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt damit über dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.

Hinweise:
Die Ergebnisse für Januar 2026 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 06. Februar 2026 finden Sie die endgültigen Landesergebnisse.

Methodische Hinweise:
Der Teilindex Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Unter Haushaltsenergie fallen u.a. Strom, Leichtes Heizöl sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe.
Die Tatsächliche Nettokaltmiete ist definiert als Miete ohne Nebenkosten und ohne unterstellte Mieten. Bei den Mieten werden in der Verbraucherpreisstatistik Neu- und Bestandsmieten repräsentativ erhoben.

Mehr Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht:„Verbraucherpreisindex für Bayern. Monatliche Indexwerte von Januar 2020 bis Januar 2026 mit Gliederung nach Haupt- und Sondergruppen“ (Bestellnummer: M1301C 2026 01).
Des Weiteren können die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex auch über die Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online: Statistik:  61111.