Pressemitteilung

009/2026/56/E
Fürth, den 15. Januar 2026

Bayerns Bauhauptgewerbe im November 2025: Kräftiges Umsatzplus im Tiefbau, Hochbau mit Auftragsplus

Umsatz im nicht-öffentlichen Tiefbau +31,6 Prozent, Wohnbauaufträge +11,2 Prozent

Im November 2025 erzielt das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von rund 2,50 Milliarden Euro. Im Tiefbau werden markant höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat erwirtschaftet. Insbesondere gilt das für den gewerblichen und industriellen Tiefbau mit einem Plus von 31,6 Prozent. Die Auftragseingänge entwickeln sich vor allem im Hochbau positiv mit jeweils zweistelligen prozentualen Zuwächsen im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen sowie im Wohnungsbau.

Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erhöht sich der Umsatz des bayerischen Bauhauptgewerbes im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,5 Prozent bzw. rund 197 Millionen Euro.

Tiefbau mit deutlichen Umsatzplus: Infrastrukturbereiche als Wachstumstreiber
Insbesondere in den drei Bausparten des Tiefbaus werden höhere Umsätze erwirtschaftet. Sehr dynamisch entwickelt sich der gewerbliche und industrielle Tiefbau mit einem Plus von 31,6 Prozent. Im öffentlichen Tiefbau steigen die Umsätze um 15,6 Prozent für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen und um 6,5 Prozent im Straßenbau.

Im Hochbau zeigt sich ein verhaltenes Bild: Leichte Steigerungen von 1,6 Prozent im Wohnungsbau sowie von unter 0,5 Prozent im öffentlichen Hochbau stehen einem Umsatzrückgang von 4,7 Prozent im gewerblichen und industriellen Hochbau gegenüber.

Hochbau punktet bei Auftragseingängen
Die Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe steigen im November 2025 insgesamt nur leicht um 0,8 Prozent. Deutlich positiv entwickeln sich die
Auftragsvergaben im Vorjahresvergleich in drei von vier Bausparten des Hochbaus: +18,6 Prozent im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen, +11,2 Prozent im Wohnungsbau und +9,0 Prozent im gewerblichen und industriellen Hochbau. In der quantitativ kleinsten Hochbausparte für Organisationen ohne Erwerbszweck ist eine Abnahme von 24,7 Prozent zu verzeichnen.

Im Tiefbau entwickeln sich die Auftragseingänge im Vorjahresvergleich uneinheitlich. Während im öffentlichen Tiefbau die Auftragseingänge für Gebietskörperschaften und
Sozialversicherungen um 33,7 Prozent zunehmen, gehen sie im Straßenbau um 40,5 Prozent zurück. Im gewerblichen Tiefbau wird ein Auftragsminus von 7,0 Prozent festgestellt.

Preisbereinigt moderate Entwicklung im Wohnungsbau – Tiefbau bleibt robuster
Im Vergleich zum Bezugsmonat des Basisjahres 2021 liegen die Auftragseingänge no-minal um 10,4 Prozentpunkte höher, preisbereinigt jedoch um 11,6 Prozentpunkte niedriger (siehe Grafik 1). Auch beim Umsatz zeigt sich dieser Gegensatz: Während nominal ein Anstieg von 21,0 Prozentpunkten erreicht wird, ergibt sich real ein Rückgang um 13,8 Prozentpunkte.

Im Wohnungsbau (siehe Grafik 2) zeigen die preisbereinigten Daten den deutlichen Rückgang dieser Bausparte: Die Aufträge liegen real 26,9 Prozentpunkte unter dem Monatswert des Jahres 2021, die Umsätze um 47,4 Prozentpunkte darunter.

Beim Vergleich der Bausparten übertrifft der Tiefbau den Hoch- und Wohnungsbau im bisherigen Jahresverlauf 2025 deutlich (siehe Grafik 3). Vor allem Projekte im Bereich der Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen die Gesamtentwicklung des bayeri-schen Bauhauptgewerbes

Leicht rückläufiger Personalstand im Bauhauptgewerbe
Ende November 2025 sind im bayerischen Bauhauptgewerbe insgesamt 108 303
Personen tätig und damit etwa so viele wie im Vorjahresmonat. Diese Beschäftigten leisten an 20 Arbeitstagen rund 10,5 Millionen Arbeitsstunden, die mit 574 Millionen Euro Entgelt vergütet werden. Im November 2024 wurden bei ebenfalls 20 Arbeitstagen rund 10,8 Millionen Arbeitsstunden mit einem Gesamtentgelt von 550 Millionen Euro entlohnt.

Hinweise:
Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von rechtlichen Einheiten mit 20 oder mehr tätigen Personen
befragt.

Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der voraussichtlich in KW 4 erscheint:
Bauhauptgewerbe in Bayern im November 2025 (Bestellnummer: E2100C 202511).