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Pressemitteilung

148/2026/57/G
Fürth, den 9. Juni 2026

Bayerns Tourismus im April 2026 rückläufig: 3,1 Millionen Gäste und 7,7 Millionen Übernachtungen

Schweizer Gäste machen ein Drittel der internationalen Übernachtungsnachfrage aus

Wie das bayerische Landesamt für Statistik nach den vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus mitteilt, zählen die 11 094 bayerischen Beherbergungsbetriebe im April 2026 rund 3,1 Millionen Gäste (-3,6 Prozent) und 7,7 Millionen Übernachtungen (-6,1 Prozent).

Schweinfurt. Mit den Tourismuszahlen für den Monat April 2026 meldet das Bayerische Landesamt für Statistik für die bayerischen Beherbergungsbetriebe rückläufige Zahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im April übernachten rund 3,1 Millionen Gäste rund 7,7 Millionen Mal in einem der 11 094 geöffneten Beherbergungsbetriebe1) Bayerns. Sowohl die Gästeankünfte (-3,6 Prozent) als auch die Übernachtungszahlen (-6,1 Prozent) sind geringer ausgefallen als im Vorjahresmonat, als die Osterferien komplett in den April fielen und positiv auf die hohen Gäste- und Übernachtungszahlen eingewirkt haben dürften. Im Langzeitvergleich bewegt sich das April-Ergebnis der bayerischen Beherbergungsbranche absolut betrachtet dennoch durchaus auf einem hohen Niveau.

Der Beherbergungsbilanz sind gut 2,4 Millionen Ankünfte (-2,6 Prozent) und knapp 6,2 Millionen Übernachtungen (-5,7 Prozent) von Gästen aus Deutschland zuzuordnen, während knapp 0,7 Millionen (-7,1 Prozent) Reisende aus dem Ausland der bayerischen Beherbergungsbranche rund 1,5 Millionen (-7,8 Prozent) Übernachtungen einbringen. Damit kommen im April knapp 22,0 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Aufgrund der im Vergleich kürzeren Aufenthaltsdauer liegt der Anteil internationaler Gäste bei den Übernachtungen etwas niedriger, bei rund 19,2 Prozent. Die meisten internationalen Reisenden kommen im April 2026 aus der Schweiz nach Bayern. Auf sie entfallen 34,2 Prozent aller Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland, gefolgt von den Niederlanden (21,7 Prozent), Österreich (15,7 Prozent) und Italien (4,2 Prozent).  

Positive Entwicklung lediglich für Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime
Die Betriebe der Hotellerie insgesamt zeigen im April 2026 einen Rückgang um 2,9 Prozent bei den Gästezahlen und 5,8 Prozent bei den Übernachtungen. Dabei schließen Hotels garnis (Ankünfte: +2,6 Prozent; Übernachtungen: -3,8 Prozent) als einzige Betriebsart der Hotellerie den Monat mit einem Zuwachs bei den Gästezahlen ab. Hotels (Ankünfte: -3,6 Prozent; Übernachtungen: -5,5 Prozent), Gasthöfe (Ankünfte: -10,7 Prozent, Übernachtungen: -11,8 Prozent) und Pensionen (Ankünfte: -9,7 Prozent, Übernachtungen: -9,7 Prozent) zeigen sowohl bei Gäste- als auch bei Übernachtungszahlen einen Rückgang im Vergleich zum April 2025.  

Bei den anderen Betriebsarten dürfen sich einzig Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime über mehr Gäste (+5,0 Prozent) und mehr Übernachtungen (+3,2 Prozent) als im Vorjahresmonat freuen. In den Vorsorge- und Reha-Kliniken bleiben die Übernachtungszahlen konstant (+0,0 Prozent), während die Gästeankünfte sich verringern
(-8,9 Prozent).

Währenddessen registrieren Campingbetriebe im Vergleich zum sehr starken April 2025 größere Rückgänge (Ankünfte: -15,9 Prozent; Übernachtungen: -17,5 Prozent). Jugendherbergen, Hostels und Hütten (Ankünfte: -4,4 Prozent; Übernachtungen: -1,8 Prozent) sowie Ferienzentren, -häuser, -wohnungen, -zimmer, und -dörfer (Ankünfte: -0,2 Prozent; Übernachtungen: -1,9 Prozent) haben ebenfalls rückläufige Ergebnisse im Vergleich zum Ferienmonat April 2025.

Übernachtungsplus in Mittelfranken und Unterfranken
Unter den Regierungsbezirken verzeichnen im April 2026 Mittelfranken (Ankünfte: +0,6 Prozent; Übernachtungen: + 1,4 Prozent) und Unterfranken (Ankünfte: +2,7 Prozent; Übernachtungen: +0,9 Prozent) ein leichtes Plus.

Die Tourismusbetriebe in allen anderen Regierungsbezirken begrüßen weniger Gäste als im Vorjahresmonat und registrieren auch weniger Übernachtungen. Oberbayern hat dabei die stärksten Einbußen im Vergleich zum Vorjahresmonat (Ankünfte: -4,3 Prozent; Übernachtungen: -8,7 Prozent). In Schwaben (Ankünfte: -7,4 Prozent; Übernachtungen: -8,1 Prozent), Oberfranken (Ankünfte: -3,4 Prozent; Übernachtungen: -6,7 Prozent), der Oberpfalz (Ankünfte: -3,8 Prozent, Übernachtungen: -3,8 Prozent) und Niederbayern (Ankünfte: -3,3 Prozent, Übernachtungen: -4,1 Prozent) liegen die Zahlen ebenfalls unter dem Niveau des Jahres 2025.


Hinweise:
1) Geöffnete Beherbergungsstätten mit zehn oder mehr Gästebetten, einschließlich geöffneter Campingplätze mit zehn oder mehr Stellplätzen.

Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der (voraussichtlich) in KW 24/2026 erscheint:
Tourismus in Bayern im April 2026 (Bestellnummer: G4100C 202604)“

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